Suelta - TRAINING

 

   

                            

     

 

 

 

Das schönste am Pica - Sport ist sicherlich, das Trainieren einer guten Wettstreittaube.

Jeder hat seine eigene Art, die für ihn am besten arbeitet.

Aber auch jede Taube hat seine besondere Eigenart auf die man eingehen sollte. Der Erfolg eines guten Wettstreit´s hängt nicht nur von einer guten Taube ab, sondern auch von dem ausgeprägten Geschlechtstrieb und natürlich von den Erfahrungen und das Wissen des Trainers.

Um einen Überblick zu bekommen wie alles zusammenwirkt lesen sie folgende Zeilen.

 

 

Sulta

 

Bis die jungen Tauben geschlechtsreif sind dürfen sie zusammen ihre Übungsrunden fliegen. In dem Moment indem die Tauben die Weibchen treiben, werden sie getrennt gehalten. Die Täuber kommen in den Täuberstall und die Täubinnen im Jungtierstall oder einen extra Stall.

 

Wenn man die Möglichkeit hat, die jungen Täuber alleine Freiflug zu gewähren ist dies sehr vorteilhaft. Vor allem in den ersten drei Monaten, nachdem die Geschlechter getrennt sind.

Ab und zu lässt man eine Anzahl Täubinnen mit den Täubern fliegen, um die Entwicklung der Täuber zu beurteilen.

Wohnen in der Nachbarschaft viele Taubenzüchter dann solle man dies besser nicht tun. Die jungen Täuber haben die Neigung ihre Umgebung zu erkunden, ob noch junge Täubinnen da sind.  

In diesem Fall lassen sie die jungen Täuber immer zusammen mit den eigenen Täubinnen fliegen und nach dem Freiflug trennen um den Paarungstrieb weiter zu entwickeln.

Um die jungen Täuber auf einen Wettstreit vorzubereiten, lassen sie die Täuber alleine nur noch mit einer Täübin, blauen mit Binden, fliegen.

 

Denn während eines Wettstreit´s werden nur  Täubinnen dieser Farbe eingesetzt.

Die blauen Täubinnen bekommen eine weiße Feder zwischen den Schwanzfedern befestigt. Diese weiße Feder ragt einige Zentimeter über den Schwarzfedern heraus. Sie können diese weiße Feder einfach befestigen, indem ein Plastik- bzw. Gummischlauch (Fahrrad -ventilgummi oder ein kleiner Schlauch von einer Aquarium - pumpe usw.)  ca. 2-3 cm über die mittelste Schwanzfeder geschoben wird.

 

 

Sulta Start

 

Darin schieben sie dann eine weiße Feder, die so einfach zu entfernen bzw. zu erneuern ist.

Sobald die Täuber Erwachsen sind, daß erkennt man an der Verteidigung ihres Territoriums und das große Interesse an Täubinnen, dann folgt die nächste Phase. Jeder Täuber der sehr aktiv hinter den Täubinnen treibt wird in eine extra Trainingsbox untergebracht. Trainingsboxen sind kleine Taubenkisten von 40 x 40 x 40 cm Größe und können dunkel gemacht werden, um so den Geschlechtstrieb noch mehr zu fördern. 

Es gibt Liebhaber die zunächst ihre Täuber eine Brut durchführen lassen bevor sie mit dem eigentlichen Wettkampftraining beginnen. Erst nach der 2. Brut werden den Täubinnen die Eier weggenommen. 

Allein gute Vater können gute Großeltern werden, sagt man in Spanien.

 

Ab diesem Zeitpunkt fliegen die Täuber, jeweils einzeln, mit einer Täubin.

 

Jeden Tag bekommt der Täuber eine andere Täubin, um vorzubeugen das der Täuber sich nicht an eine Täubin gewöhnt.

 

Als Belohnung darf der Täuber diese Täubin treten.

 

 

 

 

 

Abhängig von Charakter des Täubers  kann man die Belohnung hin und wieder weglassen, um den Geschlechtstrieb weiter zu fördern.

Fällt ein Täuber zurück oder folgt er der Täubin nicht mehr, wie sie es gewohnt sind, fangen sie wieder von vorne an, indem sie den Täuber wieder mit einer Täubin alleine fliegen lassen.

Nach dem Training können sie die Trainingsboxen wieder etwas abdunkeln. Auf dieser Weise können sich die Täuber wieder zur Ruhe kommen und wieder beim nächsten Training alles geben was in ihnen steckt.

Jetzt muß man den Täuber nur noch handzahm machen. Dies ist wichtig damit sie nach einem Wettstreit den Täuber bequem aufnehmen können. Dies macht man indem man eine Täubin in die Hand hält und der Täuber zu ihr fliegt und man in dann einfach nehmen kann. Dadurch dass der Pica von Natur aus schon zahm ist werden keine Probleme auftreten.

Jetzt sind sie bereit für einen Wettkampf (Wettstreit). Sie können den Täuber, der jetzt komplett auf die Täubin fixiert ist an jeden beliebigen Standort auflassen, Voraussetzung ist das an diesem Standort eine Wettstreittäubin ihren Stall hat.  Ein gut trainierter Täuber wird immer hinter den Täubinnen her fliegen, auch auf einen für ihn völlig unbekannten Standort.

Dadurch haben sie die Möglichkeit, den Täuber, einfach zu fangen, mit einer Täubin. In dem Moment indem der Preisrichter den Wettstreit beendet brauchen man nur eine Täubin zu zeigen und der Täuber kommt sofort zu ihnen.

Als Belohnung geben sie dem Täuber kurz die Zeit etwas mit der Täubin zusammen zu sein.

  

Copyright Januar 2006 © by Dieter Tödtemann, Alsdorf