Spanische Historie

In Spanien, unter der Diktaturherrschaft "Franco´s", hat
der Wettstreitsport, innerhalb des Taubenhobby´s einen
großen Platz eingenommen.
Offiziell beschützt und geholfen durch Franco wuchs der
Sueltasport (Wettstreitsport) so groß an, daß selbst die
Regierung allerlei Regeln aufstellte, damit dieser nationale
Sport nichts im Wege gelegt werden konnte.
So wurde zum Beispiel genehmigt, daß die Tauben aus
den Gärten, von anderen Züchtern, Tauben geholt werden
durften oder während eines Wettstreits die Straßen gesperrt
wurden, nur damit die Pica´s nicht bei ihrem Wettstreit gestört
wurden.
Franco förderte den Sueltasport und den modernen
spanischen Diebkröpfer derartig, daß er das Fliegen
und Taubenfangen für alle anderen spanischen
Kröpferrasssen verbot.
Die Züchter von vielen verschiedenen spanischen
Kröpferrassen wurden gezwungen einen Entschluss
zu fassen.
Sie mussten umschalten auf den Sueltasport, um die
Genehmigung zu erhalten, daß ihre Tauben fliegen
durften und mit ihnen zu arbeiten.
Außerdem ihre eigene Rasse so zu fördern, unter den
eigenen Namen und nur noch als Ausstellungstauben,
so daß ihre Taubenzucht nicht länger verboten wurden,
durch den Diktator oder durch die vielen Anhänger des
Sueltasports vergrault wurden.
Die meisten Diebeskröpferzüchter gaben dann ihre Rassen
auf, aufgrund des Spektakels und der Popularität des
Sueltasport´s und fingen an ihre Rassen zu kreuzen um
den Anforderungen des Sueltsports zu erfüllen.
Auf diese Art konnten sie in jedem Fall, die seit Generationen
festgelegten Eigenschaften erhalten, für die Zukunft.
Andere Taubenzüchter, die die alten Kröpferrassen erhalten wollten,
koste es was es wolle, fingen an nach einen neuen
Ausstellungsstandard zu züchten, welcher für jede einzelne
Rasse erstellt wurde.
Dadurch gingen leider die Jahrhunderte alten Eigenschaften,
der einzelnen Rassen verloren, da jetzt nur noch Wert auf
Ausstellungstiere gelegt wurde, wie zum Beispiel:
Auf Typ, Farbe usw. usw..
Nur eine handvoll Taubenzüchter weigerten sich ihre Tauben
für Ausstellungen zu züchten. Im geheimen züchteten sie weiter
ihre Diebeskröpfer, ohne Rücksicht auf den Schaustandard,
aber nach der Tradition, die Tauben zu selektieren nach den
gewünschten Eigenschaften eines Diebeskröpfer (so viele,
wie möglich, fremde Tauben zu fangen), selbst ohne Rücksicht
darauf, daß sie schwere Strafen, durch Franco, bekommen konnten.


Die Gutarossa Palomas Deportivo;

Pica bei Rene Krüter
Die ultimative Sporttaube, so ist der offizielle Namen, der PICAS.
Es ist unzweifelhaft das der Pica, durch Kreuzungen aller spanischen
Rassen die es zur Francozeit gab gezüchtet wurden.
Die wichtigste Rasse, die auch den größten Anteil, zur Erzüchtung des PICAS
hatte war der alte Valenokröpfer, aber auch die Felsentaube wurde viel gebraucht,
wegen ihrer guten Flugeigenschaften, sowie ihrer Widerstandsfähigkeit gegen
Krankheiten.
Die Valenokröpfer
Die Valenokröpfer sind auch Verwandte der jetzt genannten Arten ,
der Valencia, Alicantino, Rafeno, Laudina, Jerezano und der moderne
Spanische Diebeskröpfer und unterscheiden sich kaum.
Ihr Schnabel ist jedoch stärker und länger.
Sie sind nur in ihrer Heimat bekannt.

Valenokröpfer

Diebestaubensport mit Valenciakröpfer
Der Diebestaubensport mit Valenciakröpfer ist auch in den Niederlanden
( Holland ) verbreitet, besonders in „ Den Haag “, wo es einen Spezialverein
der Züchter gibt.
In Holland heißt dieser Fangtaubensport „ Tiltaubensport “.
Woher das Wort „Til“ kommt, ist bekannt;
Man bezeichnet so den Taubenschlag ( Taubenhaus ) in dem die Diebeskröfer sitzen.
Warum er aber „Til“ genannt wird, konnte mir aber kein Taubenzüchter sagen.
In Holland verwendet man meist Valenciakröpfern mit einheimischen Kropftaubenrassen
zu diesem merkwürdigen Sport.
Weit verbreitet ist der Sport auch in Portugal und in Südamerika.

Taubenschlag / „Til“ hoch auf dem Dach
bei Rinus Hupje in Amsterdam / Nl.

Der Granadinokröpfer
Der Granadinokröpfer, aus Granada, sind auch nur eine lokale Abart,
von den Spanischen Kröpfern, von denen sie sich kaum unterscheiden.
Der Granadinokröpfer
Copyright 21. Januar 2006 © by Dieter Tödtemann, Alsdorf / AC